Vorschlag für die Gestaltung der Fastenzeit nach so vielen Monaten Verzicht

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Alle sprechen von Fasten, Ent­haltsamkeit und Verzicht. Aber in der ganzen Corona-Zeit haben wir bereits auf sehr viel verzichtet. Wollen wir wirklich wieder verzichten und uns geißeln? Es gibt Dinge, die doch jetzt schon zu kurz kommen. Die Alternative: Eine Ode an die Achtsamkeit. Das Augenmerk auf das legen, was wirklich wichtig ist, worauf wir nicht verzichten möchten. Damit schärfen wir den Blick für alles, auf das wir doch sehr gut verzichten können. Die Umsetzung ist einfach: Während der 40 Tage Fastenzeit probiere ich 40 Dinge aus, auf die ich unter normalen Umständen im Alltag verzichte. Ein ganz per­sönlicher Vorschlag:

Tag 1: 1 Minute innehalten und fünf Mal tief ein und ausatmen.
Tag 2: 2 Minute an die frische Luft und den Vögeln bewusst beim Zwitschern zuhören.
Tag 3: Laut ein Lied aus deiner Kindheit singen.
Tag 4: Still sitzen und einen Gedanken weiter führen ohne ihn zu bewerten.
Tag 5: Einen Plausch mit einem Nachbarn oder im Supermarkt zulassen, ohne dabei auf die Uhr zu schauen oder in Eile zu sein.
Tag 6: Einmal „nein“ sagen wenn man es eigentlich sagen möchte, sich aber nicht traut.
Tag 7: Klingelmännchen machen.
Tag 8: Eine Freundin/Freund anrufen - ohne Grund.
Tag 9: Heute eine Sache bewusst langsam machen.
Tag 10: Bei jeder Gabel Essen zwanzig mal kauen.
Tag 11: Ein Glas Wasser mehr trinken als sonst.
Tag 12: Sich vor den Spiegel stellen und laut sagen „Ich bin schön!“
Tag 13: Heute mal nur mit dem Fahrrad fahren, zu Fuß gehen und die frische Luft genießen.
Tag 14: Einmal so laut lachen, dass man einen Lachkrampf wagt.
Tag 15: Die Hände und Finger langsam eincremen und sich bewusst machen, was sie jeden Tag für einen tun.
Tag 16: Den Nacken in Ruhe kreisen lassen.
Tag 17: Eine fremde Person anlächeln - ohne Grund.
Tag 18: Auf einer Bordsteinkante balancieren.
Tag 19: Einmal laut, aber so richtig laut schreien (Muss ja keiner mitbekommen!).
Tag 20: Nichts! Denn es ist Halbzeit.
Tag 21: Sich vor den Spiegel stellen und laut sagen „Ich bin Stolz auf mich!“
Tag 22: Die Füße massieren und bewusst danke sagen, weil sie uns Erden und den ganzen Tag tragen. Und ja sie gehören dir!
Tag 23: Heute darf man ein Schimpfwort benutzen.
Tag 24: Sich in der Schlange an der Kasse charmant vordrängeln.
Tag 25: Eine Blume pflücken und in eine Vase stellen.
Tag 26: Die Blume von gestern einfach mal betrachten und genießen.
Tag 27: Die Augen schließen und eine Minute so verharren.
Tag 28: Den Wecker heute Abend um zehn Minuten nach hinten verstellen.
Tag 29: 10 Minuten länger schlafen.
Tag 30: Beim Laufen nur die ganzen Bodenplatten betreten, nicht die Fugen.
Tag 31: Nach draußen gehen und den Regen, die Sonnenstrahlen oder den Wind bewusst im Gesicht spüren.
Tag 32: Einen Brief an sich selbst schreiben.
Tag 33: Jemandem danke sagen.
Tag 34: Ein kurzer Weg im „Hopserlauf“.
Tag 35: Jemandem ein Kompliment machen.
Tag 36: Eine andere Person zum Lachen bringen.
Tag 37: Sich ein extra grosses Stück Schokolade oder ein Eis gönnen.
Tag 38: Einen Hampelmann machen.
Tag 39: Sich fragen, warum man diese Liste braucht, um Dinge wieder neu zu entdecken.
Tag 40: Sich selbst auf die Schulter klopfen und laut sagen „Du warst super!“.

Text: Pia Kronsbein

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