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Buchempfehlungen für Kinder und Jugendliche in den Sommerferien

Sommerferien sind Lesezeit: Vier aktuelle Bücher aus dem Umfeld des Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreises laden Kinder und Jugendliche ein, über Freundschaft, Glauben, Hoffnung und das eigene Leben nachzudenken – leicht zu lesen, aber mit Tiefgang.

Zum 37. Mal hat die Deutsche Bischofskonferenz in diesem Jahr den Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreis verliehen. Im Mittelpunkt steht Literatur, die jungen Menschen hilft, Sprache für ihre Fragen, Hoffnungen und Sorgen zu finden – und dabei den Glauben als Quelle von Orientierung und Hoffnung ernst nimmt. Erzbischof Udo Markus Bentz betonte bei der Preisverleihung: Ein solches Buch nehme das Schwere nicht aus dem Leben, „aber es gibt den Erfahrungen dieses Alters eine Sprache“ und eröffnet Raum für Beziehung und Begleitung.

Passend dazu empfehlen wir vier Titel für die Sommerferien, die Kinder und Jugendliche auf besondere Weise stärken können.

Für Jugendliche: „Engel der letzten Nacht“ (ab ca. 15 Jahren)

Der preisgekrönte Jugendroman von Nils Mohl beginnt mit einem Schockmoment: einer Abiturfeier, einer nächtlichen Autofahrt, einem Auto-Crash – und der Frage, ob der Erzähler den Crash überhaupt überlebt. In einer einzigen Nacht in Hamburg begegnet Kester Menschen, die ihn herausfordern, irritieren und neu ins Nachdenken bringen. Es geht um Identität, Sinnsuche, Liebe, Angst und die schmale Grenze zwischen Hoffnung und Verzweiflung.

Ein intensives Buch für ältere Jugendliche, die merken: Leicht ist das Leben nicht – aber es gibt Wege hindurch, und niemand muss mit seinen Fragen allein bleiben.

Zum Weiterdenken: „Das Buch der Anfänge“ (ab ca. 5 Jahren)

Heinz Janisch und Michael Roher legen ein Buch vor, das weniger Antworten gibt, als neugierige Fragen stellt. In kurzen Sätzen und Bildern werden „Anfänge“ erzählt: kleine Szenen, die Kinder und Erwachsene einladen, die Geschichte weiterzuspinnen und ins Gespräch zu kommen.

Ideal für Ferientage, an denen Zeit ist, gemeinsam zu lesen, zu philosophieren, zu malen oder selbst Geschichten zu erfinden – zu Hause, in der Bücherei oder in der Ferienfreizeit.

Biblisch erzählen: „Maria bekommt ein Kind“ (für alle Altersstufen)

Die bekannte Weihnachtsgeschichte wird hier warmherzig und modern nacherzählt. Im Mittelpunkt stehen Maria und Josef, ihr Vertrauen, ihre Fragen und ihr Staunen über das Kind, das ihnen anvertraut ist. Die liebevollen Illustrationen und die klare Sprache machen die „Menschwerdung Gottes“ für Kinder greifbar.

Ein schönes Buch zum Vorlesen – auch im Sommer –, um mit Kindern über Weihnachten, Gott, Familie und Vertrauen ins Gespräch zu kommen.

Bewahrung der Schöpfung: „Der letzte Hüter der Tiere“ (für alle Altersstufen)

Das wortlose Bilderbuch von Aaron Becker kommt ganz ohne Text aus – und erzählt doch eine große Geschichte. Nach einer Flut kümmert sich ein Roboter um die letzten überlebenden Tiere, baut ein Boot und sucht mit ihnen einen Ort für einen neuen Anfang. Die Bildsprache erinnert an die Geschichte von Noah, verbindet sie aber mit aktuellen Themen wie Klima und Verantwortung für die Schöpfung.

Perfekt, um mit Kindern über Umwelt, Mitgefühl und Hoffnung zu sprechen – und gemeinsam in die detailreichen Bilder einzutauchen. 

Diese vier Bücher zeigen, wie vielfältig Kinder- und Jugendliteratur sein kann: Sie erzählen von Glauben und Zweifel, von Trauer und Hoffnung, von Mut, Freundschaft und Verantwortung. Vielleicht ist ja das passende Ferienbuch für Ihr Kind oder Ihre Enkel mit dabei.