Eine Messvertonung von Robert Schumann? Viele dürfte es überraschen, dass Schumann auch geistliche Musik geschrieben hat. Sein wenig bekanntes Spätwerk, die Missa sacra op. 147, ist der vorletzte Eintrag in der Liste seiner Kompositionen, entstanden 1852 in seiner Zeit als Düsseldorfer Musikdirektor. Zum ersten Mal gedruckt wurde die Messe erst 1862, sechs Jahre nach seinem Tod. Der Schönhausen-Chor führt nun Schumanns selten zu hörendes Werk in einer neuen Fassung mit Orgelbegleitung am Sonntag, dem 6. April um 18 Uhr in der Pfarrkirche St. Clemens, Clemensplatz 1 a, 47807 Krefeld, auf. Außerdem singt der Chor das Stabat Mater, Giuseppe Verdis letztes, 1897 vollendetes Werk, in dem er noch einmal seine dramatische Opernästhetik in die geistliche Musik einbringt.
Die Fischelner Pfarrkirche bietet sich für das Konzert auch wegen der erst 2017 eingeweihten neuen Orgel aus der Werkstatt Martin Scholz an, die durch ihre Platzierung einen direkten Kontakt zum Chor ermöglicht. Für den äußerst anspruchsvollen Orgelpart konnte wieder Stefan Palm gewonnen werden. Der international erfolgreiche und vielfach preisgekrönte Virtuose (u.a. Sieger des internationalen ARD-Wettbewerbs) wirkt heute als Professor und Rektor an der Hochschule für Kirchenmusik der Diözese Rottenburg-Stuttgart.
Bei freiem Eintritt bittet der Chor um eine Spende zur Deckung der Kosten.