Die Visitation - Hintergründe, Abläufe und Chancen 

Im September erwarten wir in unserer GdG Krefeld-Süd den Weihbischof Dr. Johannes Bündgens (Foto) zur Visitation. Sie dauert vom  2. bis zum 22. September 2019. 

Die Visitation gibt es in der kath. Kirche seit dem tridentinischen Konzil im 16. Jhd., die Ursprünge reichen aber zurück in die frühchristliche Zeit.

Das Wort Visitation entstammt dem Lateinischen „visitare“, was so viel heißt wie sehen, besichtigen, besuchen. Es meint den Besuch eines Oberen mit Aufsichtsbefugnis zum Zweck der Bestandaufnahme und Normenkontrolle. Dieser Besuch findet in einem Rhythmus von fünf Jahren statt und dauert in der Regel drei Wochen. Durchgeführt wird er vom Bischof oder Weihbischof bzw. vom Generalvikar, dem Stellvertreter des Bischofs im Verwaltungsbereich, im Auftrag des Bischofs.

Die Visitation erfolgt bei allen pastoralen Mitarbeitern des Bischofs, er besucht also alle Priester, Diakone, Pastoral- und Gemeindereferenten, die Gremien der Gemeinschaft der Gemeinden, die Kindergärten und Schulen und trifft Menschen im ehrenamtlichen Bereich; er geht beispielsweise in den Caritaskreis und zur Essensausgabe für Bedürftige, er wird aber auch auf dem Kirchfest in Herz Jesu Menschen treffen.

Eine Visitation dient beiden Seiten, sowohl den Gemeinden als auch dem Bischof, der so die Sorgen, Nöte und Anliegen der Menschen vor Ort wahrnehmen und als Stimmungsbild nach Aachen mitnehmen kann. Hier liegt auf beiden Seiten die Chance, Veränderungen wahrzunehmen, miteinander im Gespräch zu sein und so gemeinsam in die Zukunft gehen zu können. Die Kirche funktioniert ja immer noch hierarchisch, das heißt von oben nach unten. Umso wichtiger ist die Chance, bei dem Besuch des Bischofs, Fragen und Gedanken auszutauschen bzw. mit auf den Weg nach Aachen in das Domkapitel zu geben.

Was die pastoralen Mitarbeiter betrifft, so dient die Visitation sicherlich auch der Kontrolle der pastoralen Arbeit in den Gemeinden, wobei natürlich auch hier die Möglichkeit besteht, Gutes und weniger Gutes in den Focus zu stellen, um dem Bischof Veränderungen, Neuerungen und vielleicht auch hier und da das Scheitern in pastoraler Arbeit aufzuzeigen.

Der Bischof nimmt bei seiner Visitation ausschließlich die pastoralen Belange in den Blick. Die betriebswirtschaftliche Organisation wie Finanzen, Führung von Büchern, Konten und Kassen, Grundbesitz wird in einer Kontrolle durch die Revisionsabteilung des Bistums ganz getrennt von der Visitation regelmäßig vorgenommen.

Es stellt sich die Frage, ob bei immer größer werdenden Pfarrgebilden zukünftig der Zeitraum von ca. drei Wochen für eine Visitation ausreicht, um sich wirklich ein realistisches Bild von den Pfarrgemeinden zu machen.

GdG Krefeld Süd

hierzu zählen:
  • Pfarre St. Augustinus mit den Gemeinden: Zu den Hl. Schutzengeln, Pax Christi und St. Karl Borromäus
  • Pfarre St. Michael mit den Gemeinden: Maria Waldrast und St. Michael
  • Pfarre Maria Frieden mit den Gemeinden: St. Bonifatius, St. Clemens, Herz Jesu, St. Johann und St. Martin,
  • Katholisches Hochschulzentrum Lakum
  • Krankenhausseelsorge der Helios Klinik und der Klinik Königshof


Text: Walburga Nauen l Foto: Bistum Aachen

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