• Fa­mi­li­äre Plätz­chen-Tausch­bör­se

    Fa­mi­li­äre Plätz­chen-Tausch­bör­se

  • Re­zept 1: Opas Weih­nachts­stol­len

    Re­zept 1: Opas Weih­nachts­stol­len

  • Re­zept 2: Die Lieb­lings­plätz­chen

    Re­zept 2: Die Lieb­lings­plätz­chen

  • Re­zept 3: Schwie­ger­mut­ters Leb­ku­chen

    Re­zept 3: Schwie­ger­mut­ters Leb­ku­chen

  • Re­zept 4: Groß­mut­ters  Leb­kuch­en

    Re­zept 4: Groß­mut­ters Leb­kuch­en

  • Fa­mi­li­äre Plätz­chen-Tausch­bör­se

    Fa­mi­li­äre Plätz­chen-Tausch­bör­se

    In unserer Familie hatten wir das große Glück, dass unsere Mutter jahrelang im Advent in einen wahren Backwahn verfiel, um für uns vier Schwestern und unsere Familien Advents- und Weihnachtsplätzchen zu backen. Die gab es dann in vielerlei Arten immer so um den Geburtstag meiner Mutter am 15. Dezember, abgepackt in Tüten zum Mitnehmen. Später hat sie sogar die Enkel, die nicht mehr „zuhause“ wohnten, mit Plätzchen zum Advent versorgt.

    Dann kam eines Tages ein Advent, in dem wir unsere Mutter und auch ihr segensreiches Tun in der Adventsbäckerei schmerzlich vermissten.

    Und wie oft aus einem traurigen Grund etwas Neues entstehen kann, so entstand aus diesem Verlust etwas ganz Neues.

    Der Gedanke, zehn verschiedene Plätzchensorten zu backen, erschien jeder von uns Schwestern eine sehr große Herausforderung. Durch Beruf, Familie und vielfaches Engagement fehlte uns die Zeit, um solch eine Vielfalt herzustellen.

    Zusätzlich stellte sich, nach dem Wegfall des alljährlichen Treffens der gesamten Familie am ersten Weihnachtstag in unserem elterlichen Hause, die Frage, wie wir uns als Gesamtfamilie an Weihnachten treffen wollten. Da alle mindestens zwei Familien außer der eigenen hatten, die zu Weihnachten besucht werden wollten, entstand für viele von uns ein regelrechter Weihnachtsbesuchsstress.

    So entschieden wir Schwestern kurzerhand, dass jede von uns zwei oder drei Plätzchensorten backen sollte und wir diese untereinander tauschen würden. Damit nicht genug, haben wir unsere Kinder und Enkel zu diesem Plätzchentausch eingeladen und damit vor Weihnachten ein Familientreffen mit Groß und Klein ins Leben gerufen. Beim ersten Mal gab es also die Plätzchen, von uns Schwestern gebacken, für alle.

    Das Wundervolle geschah aber schon ein Jahr später: Sowohl Kinder als auch Kindeskinder wollten an diesem Tausch aktiv teilnehmen und backten ebenfalls Plätzchen, oder stellten Konfekt oder Schoko-Crossies her.

    Seitdem haben wir an jedem letzten Adventssonntag vor Weihnachten unseren Plätzchentausch mit Weckmann essen und gemütlichem, quirligem Beisammensein mit über zwanzig Großen, Kleinen und Kleinsten. Alle sind begeistert dabei, und das Plätzchenbüfett kann sich mit weit mehr als zehn verschiedenen Sorten, die nicht vorher abgesprochen werden, sehen lassen.


    Text: Walburga Nauen l Foto: A_Lein - Fotolia.com

  • Re­zept 1: Opas Weih­nachts­stol­len

    Re­zept 1: Opas Weih­nachts­stol­len

    Mein Opa war Bäcker in einem kleinen Fachwerkdorf in der Nähe von Marburg in Hessen. Von ihm hat meine Mutter und von ihr habe auch ich gelernt, wie man einen guten Hefeteig backt. Auch den Weihnachtsstollen backe ich seit vielen Jahren nach seinem Rezept und erinnere mich beim Backen an sein verschmitztes Lächeln und daran, wie gerne er gesungen hat oder in den Wäldern rund um sein Dorf mit uns wandern ging.

    Als mein Patenkind Lisa mich vor einigen Jahren fragte, ob ich meinen Stollen mit ihr zusammen backen könne, habe ich natürlich gerne zugesagt und war auch ein wenig stolz darauf, mein Können der „Nachwelt“ weiterzugeben. Ich zeigte ihr, wie der Vorteig hochgehen muss, wie man den Teig dann kräftig knetet, damit der Stollen schön zart wird und welche Zutaten dann noch hinzugefügt werden. Lisa war sehr aufmerksam bei der Sache und zusammen waren wir ganz stolz, als wir das gute Stück goldbraun aus dem Ofen holten.

    Nun muss der Stollen normalerweise einige Tage kühl lagern, damit er durchzieht und saftig wird, aber in diesem Jahr habe ich ihn gleich angeschnitten, damit Lisa probieren konnte, wie wunderbar er ist.

    Aber was war das? Nüsse, Rosinen und Zucker rieselten aus der Hefeteigschnecke… vor lauter Ehrgeiz, diesen Stollen besonders gut zu machen, hatte ich einen ganzen Arbeitsschritt vergessen - statt die Rosinen, Nüsse und Zucker mit dem Hefeteig zu verknetet, hatte ich die Mischung auf den ausgerollten Teig gegeben und dann sorgfältig zu einer Rolle geformt …

    Und so geht es richtig:

    Zutaten: 1 kg Mehl, 2 Päckchen Hefe, 300 g Zucker, 2 Eier, 400 g Butter, 1 Tasse Milch, 500 g Rosinen, 250 g Korinthen, 250 g gemahlene Mandeln, Schale und Saft einer Zitrone.

    Zubereitung: Die Hefe mit 1 Teelöffel Zucker und 4 Esslöffeln Mehl in der lauwarmen Milch auflösen und abgedeckt aufgehen lassen, das dauert mindestens 30 Minuten und die Masse muss sich etwa verdoppelt haben.

    Den Hefevorteig dann mit dem Mehl, den Eiern und der weichen Butter verkneten un3 eine weitere Stunde abgedeckt stehen lassen, bis der Teig wieder mindestens doppelt so groß wie vorher ist. Den Ofen auf 200° C vorheizen. Rosinen, Mandeln, Zucker und Zitrone unterkneten. Aus dem Teig 2 große oder 4 kleine Stollen formen und bei 150° C etwa 1 Stunde backen.

    Den ausgekühlten Stollen dick mit Puderzucker bestreuen und in Alufolie eingewickelt einige Tage durchziehen lassen. Guten Appetit!


    Text und Foto: Hanne Geraedts

  • Re­zept 2: Die Lieb­lings­plätz­chen

    Re­zept 2: Die Lieb­lings­plätz­chen

    Diese Plätzchen hat schon meine Großmutter in der Kriegszeit immer gebacken und als meine Mutter sie für uns Kinder gebacken hat bekamen sie ganz schnell den Namen Lieblingsplätzchen.

    Hier das Rezept:

    250 g Margarine, 1 Eiweiß, 130 g feiner Zucker, 350 g Mehl, Vanille aus 1 cm Vanille-Schote herausgeschabt.

    Fett schaumig rühren, Zucker und Eiweiß einrühren und dann das Mehl einrühren bzw. den Rest kneten. Über Nacht den Teig im Kühlschrank ruhen lassen. In 8 Stücke teilen und stückweise dünn (wirklich dünn!) ausrollen. Kleine runde Plätzchen (3,5-4 cm) ausstechen und hell abbacken. Nach dem Abkühlen je 2 Plätzchen mit Johannisbeergelee aufeinanderkleben. Vorsichtig in eine Plätzchendose aufschichten. Nach 8 Tagen sind sie gut durchgezogen und schmecken dann am leckersten.


    Text: Petra Grüttner l Foto: Lisa Grüttner
  • Re­zept 3: Schwie­ger­mut­ters Leb­ku­chen

    Re­zept 3: Schwie­ger­mut­ters Leb­ku­chen

    Für unsere Kinder war der Tag des Plätzchenbackens und Anmalens immer ein Höhepunkt in der Adventzeit und wurde ungeduldig erwartet.

    Nach Kindergarten, Schule und Hausaufgaben ging es los. Zeitungspapier wurde auf dem Küchentisch ausgebreitet, Kuchenroste zurechtgestellt, Papas alte Hemden, mit den Knöpfen nach hinten, als Kleckerschutz angezogen. Noch schnell Hände waschen und schon ging es los. Schälchen mit verschiedenfarbigem Zuckerguss wurden fertiggemacht. Und dann das Wichtigste: bunte Streusel, Silberperlen, Schokostreusel, Hagelzucker, Sternchen etc!

    Endlich war es soweit und die frischgebackenen Lebkuchen wurden aus dem Ofen geholt.

    Kleine Hände machten sich an die Arbeit und malten fleißig Lebkuchen an. Das war oft gar nicht so einfach. Dazu noch so schwere Entscheidungen: passen nun wirklich silberne Sternchen zu rosa Zuckerguss oder sehen Schokostreusel besser aus?

    Pause! - Große Beratung!

    Aber egal welche Farbe man auch nahm, die Finger wurden immer klebriger und alles Streuselzeug blieb daran hängen. — Da hilft nur ablecken!

    Beim nächsten und allen weiteren Plätzchen das selbe Problem und immer wieder nur die selbe Lösung!

    So kam es, dass meine kleinen Helfer sich nach etwa einer Stunde nacheinander wegen Bauchweh von der Arbeit verabschiedeten. Das Dekorieren der restlichen Plätzchen und das Aufräumen blieben dann für mich übrig.

    Manchmal denke ich auch heute noch, gerade beim Lebkuchen backen, mit Wehmut an die Zeit damals zurück. Es war eine schöne Zeit!

    Und so entstehen die Lebkuchen:

    (dieses Rezept ist von meiner Schwiegermutter und tut seit vielen Jahren gute Dienste)

    Zutaten:
    200 g Honig und
    200 g Zucker (unter Rühren mit dem Honig zusammen aufkochen, abkühlen)
    Gewürze:
    6 g Zimt
    3 g Nelken
    oder stattdessen: 10 g Lebkuchengewürz
    100 g Mandeln
    5 g Pottasche / in einer halben Tasse Wasser gelöst (Kaffeetasse, kein Becher)
    6 g Hirschhornsalz (gelöst in einer halben Tasse heiße Milch)
    1 Eßlöffel weiche Butter
    1 Ei, gequirlt
    1 halbes Päckchen Backpulver
    500 g Weizenmehl

    Alle Zutaten miteinander vermengen, kneten und 1 Stunde kaltstellen. Zum Backen ausrollen, Plätzchen ausstechen und bei ca.160 Grad Heißluft etwa 14 Minuten abbacken.

    Nach dem Abkühlen mit Zuckerguss verzieren

    Viel Spass beim Backen!


    Text und Foto: Marita Dietsch
  • Re­zept 4: Groß­mut­ters  Leb­kuch­en

    Re­zept 4: Groß­mut­ters Leb­kuch­en

    Meine Großmutter hat diese Lebkuchen auf großen (8cm) Oblaten gebacken. Auf die Gebäckteller kamen dann immer nur in Viertel geteilte Lebkuchen, da sie sehr mächtig sind und zu Kriegszeiten die Zutaten teuer waren.

    So werden sie gemacht:

    5 ganze Eier, 500 g Puderzucker, 500 g Mandel mit Schale gemahlen, abgeriebene Zitronenschale, 125 g Zitronat, 125 g Orangeat, je 1 gestrichenen Teelöffel Zimt und gemahlener Muskat, 2 Messerspitzen Nelkenpfeffer, ½ Messerspitze Kardamom, 1 Eßlöffel dunklen Kakao, 250g Zartbitterkuvertüre, Nonparreilles, Oblaten 5 cm Durchmesser

    Zucker und Eier schaumig schlagen, alle Zutaten dazugeben und untereinander mischen.

    Teig über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen.

    Teig ca 1 ½ Zentimeter dick auf die Oblaten auftragen und dabei den Rand etwas freilassen. Bei 200 Grad Ober – und Unterhitze ca 15 Min. backen. Nach dem Abkühlen mit Kuvertüre bepinseln und mit Nonpareilles verzieren.


    Text: Petra Grüttner l Foto: Lisa Grüttner

Maria Frieden
im Internet

Rechtliche
Angaben

Organisationen
im Umfeld

Rund um die
Kirchenmusik