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Pilgern aus verschiedenen Perspektiven Teil III

Das Pilgern ist beliebt bei jung und alt. Die Fischelner Bruderschaft beging ihre 30. Trier-Wallfahrt: Eine große Zahl von Freunden, Verwandten und Gemeindemitgliedern waren gekommen, um die Trierwallfahrer bei der Rückkehr an der Fischelner Pfarrkirche zu begrüßen. Mit festlichem Geläut und einem Menschenspalier wurde die Pilgergruppe die letzten Meter ins Gotteshaus begleitet. Vier Tage lang waren die Pilger der St. Matthias-Wallfahrtsbruderschaft zu Fuß zum Grab des Heiligen Matthias unterwegs. In diesem Jahr pilgerte die Bruderschaft zum 30. Mal von Fischeln nach Trier. Ein persönliches Jubiläum feierte die Wallfahrerin Gundi Sieberichs, die an allen 30 Wallfahrten teilnahm.

Der erste Brudermeister, Karl Reichenberg, ist voll des Lobes über die zahlreichen Jung-Pilger, die sich  ihnen angeschlossen haben. "Über ein Drittel unserer fast 64-köpfigen Pilgergruppe besteht aus Jugendlichen, Messdienern und Firmanden". Laura Bückmann (15), die erstmals an der diesjährigen Wallfahrt teilnahm, resümierte: "Ich denke, dass eine solche Wallfahrt gerade für Jugendliche sehr geeignet ist. Ich konnte für ein paar Tage dem Druck, der durch die hohen Anforderungen der Schule aufgebaut wird, entfliehen. Ich hatte Zeit über Dinge nachzudenken, für die man im Alltag keine Zeit findet". "Das Tagespensum von 25 Kilometern ist zwar nicht ohne", erklärt Kaplan Marc Kubella, der die Wallfahrt begleitete, "aber die tolle Gemeinschaft und das zünftige Pilgeressen lässt die Mühen am Abend schnell vergessen".

Am letzten Tag mussten die Wallfahrer schon früh aus den Betten. Bereits um 7.00 Uhr morgens ging es Richtung Trier. Die letzte Etappe führte entlang der Mosel, bis die Wallfahrer am Nachmittag das Grab des Heiligen Matthias erreichten. Hier übergab der Trierer Benediktinermönch Athanasius jedem Erstpilger eine Pilgerplakette. Für jeden dieser Pilger entbrannte ein tosender Applaus – für viele ein überwältigender Augenblick.

Philipp Hagedorn (13) und Jonas Otten (13), die ebenfalls das erste Mal teilnahmen, waren sich einig. "Wir wurden so herzlich von den "alten Hasen" aufgenommen, da war der Altersunterschied gar kein Problem. Wir haben uns mit so vielen unterschiedlichen Menschen unterhalten – sie haben uns alle das Gefühl vermittelt, dass sie sich darüber gefreut haben, dass wir mitpilgern. Für uns steht fest, im nächsten Jahr gehen wir wieder mit!"

Seit dem 12. Jahrhundert wird in Trier der Heilige Matthias verehrt, jener Apostel, der erst nach dem Tod Jesu durch Losentscheid ‚nachnominiert‘ wurde (Apg 1,15-26) – und so auf sehr sympathische Weise bezeugt, dass man nicht in der ersten Reihe stehen muss, um treu und bescheiden den Dienst der Nachfolge zu leisten.


Text: Andreas Powek, Fotos: Therese Lippok

Maria Frieden
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