Segnungen im Leben der Pfarrgemeinde

Am 2. und 3. Februar werden das Fest Maria Lichtmess und das Fest des Hl. Blasius gefeiert. Traditionell werden am Fest Maria Lichtmess die Kerzen, die in der Kirche das Jahr über gebraucht werden, gesegnet und der Blasiussegen erteilt. Der Hl. Blasius hat, der Legende nach, als Märtyrer im Gefängnis ein halskrankes Kind gesegnet und gerettet. So erinnert der Blasiussegen an die Fürbitte der Märtyrer, die unsere Fürsprecher auch für die leibliche Gesundheit sind. Der Segensspruch für diese Segnung befindet sich, wie viele andere Segnungen, in dem Benediktionale.

Das Benediktionale – Segensbuch – enthält Textvorschläge für Segnungen im Leben der Pfarrgemeinde, im Leben der Familie, im Leben der Öffentlichkeit und allgemeine Segnungen. Die Segnungen in der Pfarrgemeinde sind unterteilt in Segnungen im Laufe des Kirchenjahres, bei besonderen Anlässen und religiöser Zeichen. Zu den Segnungen in der Familie gehören z.B. die Segnung der Kinder, Jugendlichen, Kranken, Tisch- und Brotsegen oder die Segnung von Haus oder Wohnung. Die Segnungen im öffentlichen Leben beziehen sich auf öffentliche und soziale Einrichtungen (Rathaus, Krankenhaus, Altenheim, Feuerwehr etc.), auf Segnungen in Arbeit und Beruf (Betriebe, Praxen, Büroräume, Hotels oder Tiere und Felder, Wiesen und Weingärten), Bildungs- oder Verkehrseinrichtungen und auf Segnungen in Freizeit, Sport und Tourismus.

Jede Segnung ist Lobpreis Gottes und Bitte um seinen Segen. Mit bestimmten Segnungen ist aber eine Wirkung bleibender Art, die auch rechtliche Folgen haben kann, verbunden, sodass Menschen für den besonderen Dienst vor Gott (z.B. Abt- oder Diakonenweihe) bestimmt oder Dinge (z.B. Glocken, Orgeln oder Kelche etc.) für den gottesdienstlichen Gebrauch ausgesondert werden. Sie werden so in besonderer Weise zu Zeichen für die letzte Bestimmung und Würde aller Geschöpfe. In diesen Fällen spricht man zumeist von einer Weihe. Vor einem guten Jahr haben wir in unserer Pfarrkirche St. Clemens die neue Orgel geweiht und am Sebastianus-Brudertag die neue Fahne der St. Sebastianus-Bruderschaft.

Segnungen sind Sakramentalien-Zeichenhandlungen. Sie sollen das Leben des Einzelnen und der menschlichen Gemeinschaft in seinen verschiedenen Phasen und Bereichen aus dem Glauben deuten und gestalten. Der Christ liebt die von Gott geschaffenen Dinge: Von ihm empfängt er sie und schätzt sie als Gabe aus Gottes Hand. Dies gibt dem Glaubenden Kraft und Zuversicht und gibt ihm Anlass, sich zu Gott hinzukehren und ihm zu danken, ihn zu preisen und ihn um Hilfe anzurufen.

Nicht nur Priester können die Segnungen vollziehen. Auf Grund des allgemeinen oder besonderen Priestertums kann jeder Getaufte oder Gefirmte segnen. Je mehr aber eine Segnung auf die Kirche oder auf ihre sakramentale Mitte bezogen ist, desto mehr ist sie Bischöfen, Priestern oder Diakonen zugeordnet.

Viele Segnungen im Laufe des Kirchenjahres werden in unserer Pfarrgemeinde noch gelebt. Die Segnung des Adventkranzes, die Kindersegnung in der Weihnachtszeit am Fest der Hl. Familie, die Segnung bei der Aussendung der Sternsinger, die Segnung der Asche zum Aschermittwoch und des Osterfeuers, der Wettersegen, die Kräutersegnung am an Maria Himmelfahrt, die Segnung der Erntegaben und der Gräber an Allerheiligen.


Text: Petra Grüttner l Fotos: ©Lela Kieler - stock.adobe.com

 

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