Ferienaktion 2018: Meine Lieblingskapelle

 

St. Clemente in Rom

St. Clemente in Rom

Fast geblendet ist man von der goldenen Apsis und vom Triumphbogen, wo Lebensbaum und Kreuz sich zu einem farbenprächtigen Bild vereinen. Ein weiterer Höhepunkt ist die Unterkirche. Und wenn man hinuntersteigt zum Mithra-Tempel und weiter durch feuchte Gänge zu antiken Wohnhäusern geht, bleibt ein überwältigender Eindruck aus der Zeit des 9.-12. Jh. zurück.

Text und Foto: Marie-Luise Hilgers
Marienkapelle in Sölden Hochschwarzwald

Marienkapelle in Sölden Hochschwarzwald

Eine meiner Lieblingskapellen befindet sich in Sölden im Hochschwarzwald im Naturschutzgebiet, natürlich hoch oben auf dem Berg über dem ganzen Dorf. Herrlich war es, als ich dort auf der Bank mit einem Musiker saß, der einige Lieder mit seiner Trompete gespielt hat, oben, bei der Heiligen Mutter Gottes, es war eine zufällige Begegnung, ein richtiges Geschenk.

Text und Foto: Dorothea Marcinek
Die katholische Kirche St. Peter auf Spiekeroog

Die katholische Kirche St. Peter auf Spiekeroog

Gleich einem "Zelt Gottes in den Dünen" steht sie da, die katholische Kirche von Spiekeroog St. Peter. Schon von weitem zu sehen mit ihrer wunderbaren Kupferverkleidung, ist sie ein Orientierungspunkt, der Wind und Wetter trotzt.

Faszinierend ist ihre innere Schlichtheit: einfache Klappstühle auf einem Betonfußboden, Altar, Ambo und der als Standkreuz gestaltete Tabernakel sowie die Beleuchtungsanlage aus Stahl. Dann auf einmal der Eindruck von nicht enden wollender Höhe: der Altar - am tiefsten Punkt der Kirche gelegen - verbindet sich über das an eine Himmelsleiter erinnernde Lichtband mit der Spitze des Zeltes, dem höchsten Punkt.

Es ist, als ob Himmel und Erde sich verbinden, uns verbinden und in die Nähe Gottes führen.



Text und Fotos: Mathilde und Manfred Müller
Die St. Mauruskapelle - Pionierwerk der Beuroner Kunstschule

Die St. Mauruskapelle - Pionierwerk der Beuroner Kunstschule

Unsere Lieblinkgskapelle liegt an der oberen Donau, ca. 3 km flußabwärts von der bekannten Benediktinerabtei Beuron. Wir haben sie vor über 40 Jahren bei einer Wanderung mit unseren Kindern entdeckt und sie hat uns so in ihren Bann gezogen, dass wir sie später immer wieder, wenn wir dort unten waren, aufgesucht haben.

Erbaut wurde die dem hl. Maurus (Benediktinerabt und Nachfolger des hl. Benedikt) geweihte Kapelle Ende des 19. Jh. von dem Architekten und Bildhauer Peter Lenz, der später als Pater Desiderius in die Erzabtei Beuron eingetreten ist. Auftraggeber war das benachbarten Fürstenhaus Hohenzollern-Sigmaringen. Für uns faszinierend sind sowohl der Bau nach dem Vorbild eines antiken Tempels als auch die äußere wie innere Ausmalung der Kapelle im Stile der "Beuroner Kunstschule", einer Kunsttheorie des Erbauers Peter Lenz. Sie war sein erstes größeres Werk aber auch schon der Höhepunkt seines Schaffens.

Wer Kloster Beuron oder das obere Donautal besucht, sollte sich dieses Kleinod einer beeindruckenden Kunstidee inmitten der wunderschönen Flußlandschaft nicht entgehen lassen. Auf einer kleinen Wanderung oder per Fahrrad, vom Kloster aus einfach flussabwärts dem Wander- oder Radweg folgend, ist sie einfach zu finden. Weitere Informationen und schöne Fotos von der Kapelle u. a. unter www.tourstory.de/st-maurus-kapelle.

Uns verbindet mit der Kapelle noch ein "wunderbares" Ereignis, das ebenfalls über 40 Jahren zurückliegt: Auf einer Wanderung, die Kapelle lag schon weit hinter uns, vermisste unsere jüngste Tochter plötzlich ihren kleinen silbernen Anhänger. Sie war sich sicher, ihn an der Kapelle noch getragen zu haben. Obwohl es bei den Wegeverhältnissen aussichtslos schien, ihn wiederzufinden, gingen wir suchend zurück. Wir wollten schon aufgeben, als einer von uns ihn - oh Wunder! - zwischen dem Geröll entdeckte. Ob wir Antonius, Maurus oder einen anderen Heiligen angerufen haben, uns beim Suchen und Wiederfinden zu helfen, wissen wir nicht heute mehr. So "wunderbar" war es aber jedenfalls, dass wir es bis heute nicht vergessen haben.

Text und Foto: Friederike und Karl Reichenberg
Bruder-Klaus-Feldkapelle in Mechernich Wachendorf (2)

Bruder-Klaus-Feldkapelle in Mechernich Wachendorf (2)

Ein ca. 20 minütiger Spaziergang führt mich vom Parkplatz vorbei an Feldern und Pferdekoppeln zur Kapelle, die von weitem als Bunker ähnlicher Bau erscheint. Sie wurde in den Jahren 2005/2006 auf privatem Feld erbaut. Viele Freunde der Erbauer halfen tatkräftig beim Bau der vom Schweizer Architekten Peter Zumthor entworfenen Kapelle.

Für den Innenraum wurden Baumstämme in einer Beton-Fundamentplatte zu einer zeltartigen Konstruktion aufgestellt. Um diese Konstruktion herum wurde der Kapellenkörper aus Stampfbeton in Lagen von 50 cm errichtet. Im Inneren wurde danach ein Mottfeuer unterhalten, das die Baumstämme austrocknen ließ bis diese sich dadurch vom Beton trennten. Dadurch entstand eine Gerippen ähnliche Wand mit Farbunterschieden.

Durch die Verbindung der inneren und äußeren Verschalung entstanden Bundlöcher in der Betonwand die mit 350 mundgeblasenen Glaskugeln verschlossen sind. Der Boden wurde aus Zinn-Blei hergestellt. Die Kapelle hat nach oben eine tropfenförmige Öffnung, die sich gleichermaßen am Boden widerspiegelt. Das Regenwasser kann so in die Kirche tropfen und die tropfenförmige Schale am Boden füllen.



Text und Fotos: Petra Grüttner
Kirche in San Bartholomäo Al Mare in Italien - Liguria

Kirche in San Bartholomäo Al Mare in Italien - Liguria

Mehr als 40 Jahre fahren wir nach Italien um dort am Meer unseren Urlaub zu verbringen. Auch im Urlaub besuchen wir am Sonntag einen Gottesdienst.

So war es auch im Jahr 2009. Doch was ist los! Keiner geht zur gewohnten Zeit zur Kirche? In der Kirche, keiner zu sehen? Wir gehen wieder heraus und sehen viele Italiener in eine andere Richtung gehen. Diesen gehen wir nach und sehen erstaunt, es wurde eine neue Kirche erbaut! Sie trägt den Namen „Divina Misericordia“ - Göttliche Barmherzigkeit.

Diese Kirche hat uns fasziniert mit ihrer besonderen Ausstrahlung! Der Gottesdienst ist immer in unserem Urlaub etwas ganz besonderes, ja die Krönung des Sonntags. Die Menschen in Italien singen am Ende das Lied Salve Regina, gehen dann langsam hinaus und singen auf der Straße weiter. Dieses Gefühl, mit einem Marienlied wieder in den Alltag zurück zu kehren, ist unbeschreiblich und es lässt uns hoffnungsvoll weitergehen.

Alles hat in der Kirche eine Bedeutung, die Gestaltung ist nach den Evangelisten, Bibeltexten usw. ausgelegt. Der Kirchenbau gleicht einem Schiff das die Nähe zum Meer und der Fahrt auf dem See Genezareth wiederspiegelt. Um zwölf Uhr scheint die Sonne durch das Sonnenbild im hinteren Fenster der Kirche. Dort kann man Stunden verbringen und immer wieder Neues entdecken.



Text und Fotos: Renate Kloss
Marienkapelle in München Waldtrudering

Marienkapelle in München Waldtrudering

Es ist eine meiner Lieblingskapellen. Diese befindet sich in München Waldtrudering. An Silvester um Mitternacht war es auch sehr schön dort zu sein. Im Sommer wird Rosenkranz gebetet und es gibt einige Eichkatzerl bei der Heiligen Mutter Gottes zu sehen, die sich dort ebenfalls ganz wohl fühlen und ihre Nüsse verspeisen. Es ist wunderbar dort auf den Bänken im Wald zu sitzen.

Text und Foto: Dorothea Marcinek
Die Wendalinuskapelle in Pinsweiler im Saarland

Die Wendalinuskapelle in Pinsweiler im Saarland

Aus der alten Tradition der Wendalinusverehrung in Pinsweiler, einem Ort im Landkreis St. Wendel im Saarland, entstand nahe der Bundesstraße 41 von 1989 bis 1992 eine Kapelle zu Ehren des Heiligen Wendalin (Wendelin).

Nach 3-jähriger Bauzeit wurde die Kapelle 1992 eingesegnet. Sie ist ganzjährig geöffnet. Die Interessengemeinschaft der dortigen Gemeinde bietet regelmäßig sonntags Andachten an. Heilige Messen finden am Tag der Einsegnung Ende Juni sowie am Patronatsfest am 20. Oktober statt, sowie nach besonderer Vereinbarung. Für Hochzeiten bietet diese Kapelle einen ehrwürdigen Rahmen.



Text und Fotos: Familie Wallrath (Urlaub 2018)
Kapelle in Monschau am Panoramaweg

Kapelle in Monschau am Panoramaweg

Mein Favorit ist die Kapelle in Monschau am Panoramaweg - weil ich Sie sehr oft gesehen habe, aber noch nie drin war.

Text und Foto: Hubert Behr

Bruder Klaus Feldkapelle in Wachendorf in der Eifel (1)

Bruder Klaus Feldkapelle in Wachendorf in der Eifel (1)

Die Kapelle ist Bruder Klaus (Nikolaus von Flüe 1417 -1487, "Frieden stiften in kleinen Schritten") gewidmet. Beeindruckend ist der Weg und der Blick über die Felder hin zu diesem ungewöhnlichen Bauwerk des sehr berühmten Schweizer Architekten Peter Zumthor. Das Informationsmaterial berichtet, dass die Familie Scheidtweiler diese Kapelle auf einem eigenem Feld für ein gutes und erfülltes Leben errichtet hat.

Angeregt durch eine ausführlichen WDR-Fernsehbericht über die Entstehung und Erbauung mit Baumstämmen, Stampfbeton und Mottfeuer waren wir dort und haben es nicht bereut. Ein berührendes Erlebnis ist der Gang von außen in das überraschend kleine Innere.

Ausführliche Besucher-Informationen: www.feldkapelle.de. Der Ort Wachendorf ist nur ca. 100 km bzw. 75 Min. von St. Clemens entfernt - über die A 1 Richtung Blankenheim. Vom Parkplatz aus sind es dann noch ca. 1300 Meter bzw. 20 Minuten Fußweg zur Kapelle



Text und Fotos: Margret und Bruno Werneke
Ermita de la Peña auf Fuerteventura

Ermita de la Peña auf Fuerteventura

Hinter einem versandeten Stausee in einer spektakulären Schlucht versteckt sich die Ermita de la Peña. Um sie zu erreichen, muss man einen nicht ganz unbeschwerlichen Weg von Vega de Río Palmas hinab in Richtung Meer gehen. Es ist ein unwirklicher aber auch spannender Ort an dem diese Kapelle steht. Als wir dort waren regte sich kein Lüftchen und die von den eng beieinander stehenden Felsen reflektierten Sonnenstrahlen verwandelten den Ort in einen Glutofen. Es war völlig still dort. Die Einsamkeit wurde förmlich körperlich spürbar.

Der Überlieferung nach wurde hier 1497 von zwei Mönchen eine Madonnenfigur der Schutzpatronin Fuerteventuras gefunden, der Virgen de la Peña. Vermutlich hatten normannischen Eroberer der Insel diese Figur Anfang des 15. Jahrhunderts dort begraben. Nur am dritten Sonntag im September ist in dieser Einöde etwas los: Dann ist die Kapelle im Rahmen der Fiesta de la Virgen Ziel einer großen Wallfahrt.

Text und Foto: Michael Gerards

Maria Frieden
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