Am 24. Oktober ist Welt­missions­sonntag

Am 3. Oktober wurde der Monat der Weltmission 2021 für Deutschland eröffnet. Er steht unter dem biblischen Leitwort „Werdet nicht müde, das Gute zu tun“ und endet am 24. Oktober mit dem Weltmissionssonntag. Dann sammelt die katholische Kirche in Gottesdiensten in über 100 Ländern eine Kollekte für die Arbeit der Kirche in den ärmsten Regionen der Welt. In Deutschland wurden dafür 2020 rund 3,4 Millionen Euro gespendet, weltweit knapp 53 Millionen Euro.

Die Kollekte zum Sonntag der Weltmission ist die größte globale Solidaritätsaktion der Katholiken. Die Spenden sind für die Arbeit der etwa 1.100 ärmsten Diözesen der Kirche in Afrika, Asien und Ozeanien. Diese Diözesen finanzieren daraus ihre Ausbildung, Seelsorge und Infrastruktur mit.

Der Sonntag der Weltmission wird von den Päpstlichen Missionswerken in über 100 Ländern ausgerichtet. In Deutschland organisieren die Internationalen Katholischen Missionswerke missio Aachen und München den Sonntag der Weltmission.

Die missio-Aktionen zeigen am Beispiel von Nigeria, was möglich ist, wenn Menschen aus dem Geist des Leitwortes heraus handeln. Die Menschen in dem westafrikanischen Land sind stark gezeichnet von der Coronapandemie. Armut und Jugendarbeitslosigkeit nähren Gewalt und religiösen Fundamentalismus. Entführungen und Anschläge säen Furcht und Misstrauen. Staatsversagen und eine schlechte Regierungsführung, die den Menschen keinerlei Sicherheit oder Zukunftsaussichten bietet, sind ein Nährboden für religiösen Extremismus.

In dieser explosiven Gemengelage setzt die katholische Kirche auf den Dialog. Gemeinsam mit ihren muslimischen Partnern macht sie deutlich, dass Gewalt im Namen Gottes dem Wesen der Religion zutiefst widerspricht. Die katholische Kirche in Nigeria zeigt im Alltag, dass Gottes Liebe allen Menschen gilt. Angehörige verschiedener Religionen arbeiten in den missio-Projekten zusammen, von denen Menschen unabhängig von ihrer religiösen Zugehörigkeit profitieren.

Das Bild zeigt Schwester Veronica und Rahila Godwin mit Tochter in Nigeria. Foto: missio