Am 9. und 10. Juni 2021 firmt Weihbischof Karl Borsch 33 Firmbewerber:innen

„Seelsorge geschieht immer im Nahkampf”, sagte mir vor einigen Jahrzehnten ein altgedienter Pfarrer.

Nun ja, – wie die meisten Menschen auch, – verbinde ich das Wort „Nahkampf” für gewöhnlich eher mit einer Kneipenschlägerei oder mit Krieg und nicht mit Seelsorge. Aber sei’s drum, ich hatte sofort verstanden, was er meinte.

In dieser schrägen und mühsamen Coronazeit haben die Firmkatechet:innen und ich bei der Firmvorbereitung erlebt, wie schwierig es ist, die notwendige Nähe zu jungen Menschen aufzubauen, welche die Voraussetzung dafür ist, um mit ihnen Glaubensgespräche zu führen, vor allen Dingen dann, wenn man sich weitestgehend nur aus Videomeetings kennt.

Nähe, auch die Nähe zu Gott bzw. die Nähe Gottes zu uns, ist ja nichts Abstraktes, sie ist etwas ganz Konkretes. Egal wie groß oder wie klein die Distanz sein muss oder sein darf, Nähe muss man spüren können.

Der Homo sapiens, der sich bei jeder sich bietenden Gelegenheit in den Arm nimmt: wenn er traurig ist, wenn er sich freut, wenn er Angst hat, – kann nicht ohne Nähe leben.

Trotzdem hoffen wir, dass wir den 33 Firmbewerber:innen für sehr kurze Zeit auf ihrem Glaubensweg zur Seite stehen konnten und ihnen den einen oder anderen hilfreichen Gedanken mitgeben konnten.

Am Mittwoch, 9. und am Donnerstag, 10. Juni wird Weihbischof Karl Borsch sie in unserer Bonifatiuskirche firmen.

Diakon Michael Gerards


Wir wünschen unserem Firmbewerbern, dass sie sich von der Nähe Gottes in ihrem Leben getragen fühlen und bitten Sie, liebe Gemeindemitglieder, um Ihr fürbittendes Gebet für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

F.-M. Mertens, Pfr.


Foto: Ulrike Rosellen