Neues zum Einbruch in St. Johann Baptist: Geheimnisvolle Rückkehr der Holzplatte

Tabernakel mit Vorhang auf dem Altar

Überraschung in St. Johann Baptist: Am vergangenen Samstag (22. August 2020) stand auf einmal wieder ein Teil der im Juli entwendeten Tabernakel-Türe in der Kirche. Und zwar handelt es sich, wie Jan Lange, Leiter des Gemeindeausschusses St. Johann Baptist, erklärt, um den hölzernen Teil der Türe. Von der vergoldeten Metallplatte, die vor der Holzplatte angebracht war, fehlt nach wie vor jede Spur.

Schon zwei Tage zuvor waren die Gemeindeverantwortlichen auf ein Fundstück aufmerksam gemacht worden. Dabei handelte es sich um den Tabor, den Ständer für die Monstranz, der von einer Anwohnerin in einem Gebüsch entdeckt worden war. Weitere Suchen im Umfeld brachten in einem Gebüsch dann auch den im Juli ebenfalls entwendeten Feuerlöscher zutage. Beides befindet sich jetzt in der Obhut der Spurensicherung der Polizei, die hofft, aus der Untersuchung der Gegenstände Spuren ableiten zu können, die auf den oder die Täter hinweisen.

In der Nacht vom 9. auf den 10. Juli 2020 hatten Unbekannte die Haupteingangstüre von St. Johann Baptist aufgebrochen, laut Polizei mit einem schweren Brecheisen. Die vergoldete Türe des Tabernakels war herausgebrochen und zusammen mit dem Tabor und dem Feuerlöscher entwendet worden. Weiter waren die Täter nicht gekommen, denn der Inhalt des Tabernakels ist zusätzlich durch eine hinter der Holztüre liegenden Stahltüre gesichert. Einziger Hinweis auf die Täter: eine zerbrochene Bierflasche. Jan Lange beziffert den Schaden auf mindestens 12.000 €, denn soviel würde laut einem Gutachten die Neuanfertigung der Tabernakel-Türe kosten.

Übergangsweise haben sich die Gemeindemitglieder erst einmal selbst beholfen. Das Tabernakel steht so zentral als Blickfang auf dem aus der zwiten Hälfte des 15. Jahrhunderts stammenden Altar, dass es mit den Beschädigungen wahrlich kein erbaulicher Anblick gewesen wäre. Vorerst verdeckt ein von Gemeindemitgliedern aus edelen Materialien gefertigter Ersatzvorhang die Stahltüre, welche die Kelche und Hostien vor unbefugtem Zugriff schützt.


Foto: Gemeinde St. Johann