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Mutter und Sohn

Gemeinsam auf dem Weg zur Kommunion

Immer wieder bereiten Eltern ihre Kinder auf das Sakrament der Eucharistie, auf die Erste Heilige Kommunion, vor. Und manchmal haben die Eltern in der gleichen Gemeinde das Sakrament der Eucharistie empfangen, wie es Jahre später ihre eigenen Kinder erleben. Als Katecheten und Katechetinnen begleiten sie ihre Kinder in Kleingruppen in den Wochen und Monaten vor dem weißen Sonntag. Sie erfahren ihren Glauben und geben diesen Schatz an ihre Kinder weiter: in Geschichten, Gebeten, Liedern und durch ihr eigenes Lebens- und Glaubenszeugnis. Manche Katechet/Innen begleiten später auch Gruppen weiter, auch wenn ihr eigenes Kind nicht mehr in der Vorbereitung ist.

Die Erwachsenen selbst bilden die Katechetenrunde. In den Vorbereitungstreffen erfahren sie Gemeinschaft und einen Raum, in dem ihre eigenen Fragen und Erfahrungen Platz haben.

Auch in diesem Jahr haben sich Eltern auf den Weg mit (ihren) Kindern gemacht. Insgesamt 17 Katechet/Innen begleiten in diesem Kommunionjahrgang die 86 Kommunionkinder der Pfarrei Maria Frieden.

Mit dabei ist auch eine Mutter, die ihren Sohn auf dem Weg zur Erstkommunion begleitet und die selbst als Kind in St. Clemens zur Erstkommunion gegangen ist (Das Foto zeigt sie als Kommunionskind und zusammen mit ihrem Sohn)

Sie berichtet von ihren Eindrücken:

Perspektivenwechsel

Die erste heilige Kommunion ist ein besonderes Ereignis. Oft sind die Kinder im Säuglingsalter getauft worden und kennen das Sakrament der Taufe nur aus Erzählungen und Fotos. Die Vorbereitung zur Eucharistie erleben die Kinder bewusster und in einem Alter, in dem sie sich noch offen und unbefangen neuen Themen stellen.

Ich selbst habe sehr schöne Erinnerungen an diese Zeit. Meine Mutter und die Mutter meiner Freundin haben mich und die Kleingruppe gemeinsam vorbereitet. Wir trafen uns in dem jeweiligen Zuhause zu einem neuen Thema aus der Bibel. Geschichten und Inhalte wurden erarbeitet und kreativ umgesetzt. Wir hatten Spaß und ein gemeinsames Ziel: Am Ende stand das große Fest an, worauf sich alle freuten. Mit Glauben und Kirche verbanden mich so positive Erlebnisse und Gefühle. Durch die Vorbereitungszeit war auch mehr entstanden. Ich entwickelte einen bewussteren Umgang mit Glaubensvorstellungen. Stolz war ich auch auf mein schönes weißes Kleid. Ich gehörte jetzt nochmal mehr zur Gemeinde: Ich nahm am Empfang von Brot und Wein teil.

Ich habe damals diese wichtige Zeit mit meiner Mutter verbracht. Sie hat ihr Wissen über den Glauben mit mir und den anderen Kindern geteilt, uns auf den Weg geschickt, uns mit dem Thema Glauben, Gott und Kirche auseinanderzusetzen. Jetzt bin ich selbst Mutter von meinem Sohn. Er ist durch unseren elterlichen Wunsch getauft worden. Nun möchte ich ihn begleiten, seinen Weg zu gehen, um selbst die Entscheidung treffen zu können, ob er sich in Zukunft dem Glauben der katholischen Kirche zuwenden möchte.

Heute ist es gar nicht mehr so einfach, den Kindern Glauben und Kirche näher zu bringen. Unsere Datenflut nimmt zu und unsere gemeinsam verbrachte Zeit verringert sich. Auch die Kirche verändert sich. Des Öfteren war ich vor den Gruppenstunden unsicher, wie die Jungen und Mädchen auf die gestellten Aufgaben reagieren würden. Doch sie überraschten mich immer wieder mit ihrem Interesse und ihrer Freude, sich mit den Themen der Kommunionvorbereitung zu beschäftigen.

Meinen Sohn auf seinem Glaubensweg zu begleiten, so wie es meine Mutter bei mir getan hat, war mir wichtig und meine Motivation, Katechetin zu werden. Ich freue mich nun auf sein Fest und hoffe, dass es mir gelungen ist, ihm und den anderen Kindern Glauben zu vermitteln. Doch nicht nur ich habe ihn begleitet, er hat auch mich begleitet. Wie damals zu meiner Kommunionszeit ist mir mein Glaube wieder bewusster geworden. Diesmal nicht als Kind, sondern als Erwachsene, und doch auch wieder mit Kinderaugen.

Ihr Sohn berichtet Folgendes:

In der Schule haben wir Religionsunterricht. Ich besuche den katholischen Unterricht, da ich als Baby getauft wurde. Daran kann ich mich nicht erinnern. Viele Kinder gehen jetzt zur Kommunion. Ich bin von meinen Eltern gefragt worden, ob ich auch gehen möchte. Sie haben mir dann erklärt, dass ich dann das erste Mal zur Eucharistiefeier gehen darf. Da ich sehr neugierig bin, wollte ich mitmachen um noch mehr von Gott zu erfahren.

Es war für mich in Ordnung, dass meine Mutter die Gruppe leitet, denn so konnten wir die Zeit miteinander verbringen. Außerdem mag ich es, wenn wir uns Zuhause weiter darüber austauschen können, was wir in den Gruppenstunden gehört haben. In der Vorbereitungszeit lernt man viel dazu und manchmal habe ich Fragen, die kann ich dann in der Gruppe besprechen. Meine Mutter verrät aber nicht, was in der nächsten Stunde dran ist. Das finde ich schade, aber sonst wäre es gegenüber den anderen Kindern gemein.

In der Vorbereitungszeit gefällt es mir gut, dass wir viele Geschichten hören, basteln und spielen. In der letzten Zeit haben wir uns auch auf das Fest der Versöhnung vorbereitet. Da konnte ich über meine Schatten- und Lichtseiten lernen und wir haben gemeinsam Brot geteilt. Das fand ich toll.

Bald ist mein richtiges großes Fest. Da kommt die ganze Familie und feiert mit mir. Ich bin schon sehr aufgeregt, weil es das Fest zur ersten heiligen Kommunion nur einmal im Leben gibt. Danach kann ich zwar immer Brot und Wein im Gottesdienst bekommen, aber das erste Mal ist schon etwas Besonderes. Ich kann mich dann immer an diese schöne Zeit erinnern. Danach werden mir die Gruppenstunden auch fehlen, weil es mit den anderen Kindern, der zweiten Katechetin und meiner Mutter immer schön war. Mal sehen, was ich dann in der Kirche machen kann.

 „Jesus segnet uns“

Unter diesem Motto haben sich im November vergangenen Jahres 86 Kinder aus unserer Pfarrei Maria Frieden auf den Weg der Kommunionvorbereitung gemacht. 24 Kinder bereiten sich in der Gemeinde Herz Jesu auf den Empfang der Heiligen Kommunion am 28. April vor. In St. Clemens bereiten sich insgesamt 44 Kinder auf ihren weißen Sonntag am Wochenende 4./5. Mai vor, und in St. Bonifatius feiern 18 Kinder aus den Gemeinden St. Bonifatius, St. Johann und St. Martin am Sonntag, 12. Mai, das Fest ihrer Erstkommunion.

In den Gruppenstunden lernten die Kinder unter der Begleitung der Katechet/Innen Jesus, Jesu Leben und Botschaft immer besser kennen. Unter dem Motto „Jesus segnet uns“ überlegten wir, was das alte Wort „bene-dicere“ bedeutet, und wie wir das Segnen auch heute in unserem Alltag erfahren können: Jesus segnet uns. Er sagt uns Gutes zu. Und auch wir können und sollen diesen Segen weitergeben und von Jesu guter, befreienden Botschaft erzählen.

Neben den Gruppenstunden erlebten die Kinder mit ihren Familien und der Gemeinde in den Familienmessen Gemeinschaft: Gemeinsam feiern wir Christen unseren Glauben, gemeinsam sind wir unter dem Segen Gottes auf unseren Lebenswegen unterwegs, uns alle lädt Jesus ein, immer mehr seine Freundinnen und Freunde zu werden und uns an seiner Botschaft zu orientieren.

Schließen wir in diesen österlichen Tagen die Kommunionkinder unserer Pfarrgemeinde in unser Gebet.

Im Namen der ganzen Pfarrgemeinde wünsche ich Euch Kindern mit Euren Familien einen gesegneten Erstkommuniontag und danke den Katechet/Innen herzlich für den segensreichen Einsatz in der Begleitung und Vorbereitung auf die Kommunion!

Cornelia Derichs, Gemeindereferentin


Fotos: privat

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