Aktuelle Termine

24 Jun 2018
10:00  –
Kirchweih St. Bonifatius
24 Jun 2018
11:15  –
Patrozinium St. Johann
26 Jun 2018
20:00  –
Gemeinderat Herz Jesu
01 Jul 2018
11:15  –
Familienchor singt bei Familiengottesdienst
01 Jul 2018
13:00  –
offenes Sonntagstreffen

Der Dreifaltigkeitssonntag - Trinitatis

Am Sonntag nach Pfingsten wird das Gottesbild des Christentums Thema. Der Dreifaltigkeitssonntag ist ein Feiertag, der keinem Ereignis aus dem Leben Jesu, sondern einem Glaubenssatz gewidmet ist: dem Glaubenssatz der Dreifaltigkeit Gottes in Vater, Sohn und Heiligem Geist, der Trinität. Er wird daher auch Trinitatis genannt.

Der Christ ist in das Leben der drei göttlichen Personen einbezogen. Jedes Kreuzzeichen "Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes" drückt das aus, in jedem Gottesdienst wendet sich die Gemeinde an Gott, den Vater, durch Jesus Christus im Heiligen Geist.

Die Menschwerdung des Sohnes Gottes, das ist die Vereinigung der göttlichen mit der menschlichen Natur. In der Einheit der göttlichen Person ist das Werk aller drei göttlichen Personen. Letzter, tiefster Grund und letzte, tiefste Wirkursache der Gnade, der Erlösung, Heiligung und Vollendung des Menschen im Gottesreich der heiligen Kirche ist die heiligste Dreifaltigkeit.

Das Glaubensbekenntnis

Diese Dreifaltigkeit bekennen die Gläubigen z.B. beim Sprechen des Glaubensbekenntnisses, wo es heißt: "Wir glauben an den einen Gott, den Vater, den Allmächtigen, der alles geschaffen hat ... Und an den einen Herrn Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn, aus dem Vater geboren vor aller Zeit: Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrer Gott vom wahren Gott, gezeugt, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater ... Wir glauben an den Heiligen Geist, der Herr ist und lebendig macht, der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht, der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird, der gesprochen hat durch die Propheten ..."

Gott in sich selbst hat sich den Menschen in der Geschichte um unseres Heils willen offenbart. Bei aller theologischen Interpretation bleibt dieser "Gott in drei Personen" ein Geheimnis, dem man sich nur staunend, mit gläubigem Herzen nähern kann.

Der Ursprung dieses Festes liegt im Mittelalter, im gallischen Raum. In Klöstern wurde es schon vor der Wende ins 2. Jahrtausend gefeiert. Erst unter Papst Johannes XXII. wurde es 1334 für die ganze Kirche offiziell eingeführt. Das wir das Fest am Sonntag nach Pfingsten feiern, verdeutlicht, dass hier die Vollendung des Heilsmysterium im Mittelpunkt steht.

Gott ist in sich selbst Beziehung: Vater, Sohn und Geist. Er will, dass wir Menschen die Beziehung zu ihm suchen und pflegen. Zugang zum Geheimnis des Hochfestes der Allerheiligsten Dreifaltigkeit, das gleichwohl Geheimnis bleibt, finden wir über Jesus und seine Botschaft vom Vater im Himmel und vom Geist, den der Vater im Namen Jesu sendet (vgl. Johannes 14, 26). Mit jedem Kreuzzeichen erinnern wir uns daran, dass wir auf den dreifaltigen Gott getauft sind.

Regionale Bräuche und Riten

Einheitliche Bräuche und Riten gibt es am Dreifaltigkeitssonntag nicht: Regional haben sich beispielsweise Flurprozessionen oder Kräutersegnungen etabliert.

Das dreifiedrige Kleeblatt ist seit jeher ein Symbol für Dreiheit. Im Perserreich der Spätantike steht es für die Götterdreiheit Trias von Mithra. Bei den vorchristlichen keltischen Druiden galt der Klee als heilige Symbol- und Zauberpflanze. In der christlichen Symbolik wurde das Kleeblatt schon früh als Zeichen der Dreifaltigkeit übernommen und findet sich häufig in bildlichen Darstellungen. Es wurde zum Symbol des heiligen Patrick von Irland, der angeblich den Iren anhand eines Kleeblatts die Dreieinigkeit erklärte. Ein anderer Erklärungsversuch aber leitet das Symbol vom Kreuzstab mit seinem kleeblattartigen oberen Ende ab, den St. Patrick einer Schlange in den Rachen stieß. Noch heute ist es Symbol des irisch-keltischen Nationalbewusstseins.

Als Heilpflanze wurde der Klee im Mittelalter Maria, der Mutter Gottes, zugeordnet. Da Klee im Mittelalter wegen seines frischen Grüns häufig auf Gräber gepflanzt wurde, wohl auch als Hinweis auf ein Leben nach der Auferstehung, wurde er auch zum Symbol des Abschieds. So lässt beispielsweise Johannes Lenz in seiner Beschreibung des Schwabenkriegs die Armee vor der blutigen Schlacht zuerst durch den „grünen Klee“ ziehen: „durch loub gras, durch den grünen cley in stiller zucht on alles geschrey“.


Text und Foto: Renate Kloss

 

Maria Frieden
im Internet

Rechtliche
Angaben

Organisationen
im Umfeld

Rund um die
Kirchenmusik