Familienzentrum St. Martin: Gelungener Umbau - hell, freundlich und einladend

  • Blick in das neugestaltete Familienzentrum St. Martin
    Foto: Anja Brüning

Nach langer Wartezeit begann im Frühjahr 2020 endlich der Umbau des Familienzentrum St. Martin. Zuerst noch im laufenden Betrieb wurde das Fundament für die neue Mensa errichtet. Für uns und insbesondere die Kinder begann damit eine aufregende Zeit. Das Außengelände wurde zum Showroom. Tagtäglich mitzuerleben, wie der Bagger sich vorarbeitet und das Fundament der Mensa mit einem riesigen Schlauch gegossen wurde, war für unsere Kinder ein Erlebnis. Von diesem Tag an war in unserer Einrichtung das Thema „Baustelle“ und „Baufahrzeuge“ nicht mehr wegzudenken. Unsere Kinder spielten das Gesehene nach und unser Außengelände wurde im Spielbereich ebenfalls zur Baustelle.

Im nächsten Schritt kamen die fertigen Außenwände der zukünftigen Mensa, die von einem Kranwagen auf das Gelände befördert wurden. Unsere Kinder standen an den Fenstern und drückten ihre Nasen platt. Aus Sicherheitsgründen durften wir während dieser Zeit nicht ins Außengelände.

Das Team begann mit der Vorbereitung; sämtliche Materialien mussten in Kartons verpackt und archiviert werden. Jeder, der einmal bei einem Umzug geholfen hat, kann es sich in etwa vorstellen, welcher Berg von Arbeit da vor dem Personal stand. Ganz nebenbei durfte natürlich die pädagogische Arbeit nicht darunter leiden und auch Corona machte das Unterfangen nicht viel leichter.

Als die Mensa endlich stand, läuteten die Sommerferien ein und wir begannen das nötigste Mobiliar, sowie die pädagogischen Materialien an zwei Standorte zu schaffen. Dabei griff uns ein Umzugsunternehmen unter die Arme. Ein Teil des Teams arbeitete von nun an auf der Kneinstraße in den Räumlichkeiten der KinderUni. Der andere Teil arbeitete weiter auf der Ispelsstraße in der ehemaligen Kitagruppe unter der Kirche im Souterrain.

Nun begannen die Arbeiten im Bereich Kindergarten und der Pfarre. Die ehemalige Küche der Kita wurde zur Garderobe der beiden unteren Gruppen. Der ehemalige Zugang, eine alte Holztreppe zu den oberen Räumlichkeiten, wurde komplett erneuert. Natürlich war es mit einem Umbau allein nicht getan. Das alte Gebäude verfügte nicht mehr über die Standards der heutigen Zeit. Somit wurden die komplette Elektrik, sowie die Sanitäranlagen erneuert. Dabei spielte ein Farbkonzept eine wichtige Rolle, damit die Kinder sich zukünftig an ihren Gruppenfarben orientieren konnten. Somit entstand im oberen Bereich der gelbe Gruppenraum, mit gelben Garderobenschränken, gelben Elementen für den Gruppenraum, sowie ein gelb gekachelter Waschraum. Diese Gestaltung erfolgte ebenso in den unteren Gruppenräumen in Blau und in Grün. Aus der „Sonne-“, „Mond-“ und „Stern“-Gruppe wurden die gelbe, grüne und die blaue Gruppe.

Die Mensa, sowie die Rezeption wurden in einem warmen Rotton gehalten. Die Küche, die an die Mensa anschließt, ist weiß. Der schöne große Raum lädt als Begegnungsort aller Kinder und des Teams ein und sorgt beim Essen für eine gemütliche Atmosphäre. Die ehemaligen WCs des Personals sind heute nur noch ein Raum, der für die Kita nicht mehr zugänglich ist. Dies ist nun das Büro von Frau Nuß, Sozialarbeiterin des Canapee. Unsere WCs befinden sich in ehemaligen Abstellräumen. Zunächst konnte sich niemand von uns vorstellen, dass daraus einmal zwei WCs werden sollen. Aber wir wurden eines Besseren belehrt. Was so helle Fliesen doch bewirken können!

Im Flurbereich wurde eine Glaswand errichtet, die das zukünftige Büro der Leitung sein würde. Dadurch wurde eine Transparenz geschaffen, die uns Erziehern gut gefällt. Keiner platzt mehr ins Büro! Wir erkennen sofort, ob unsere Chefin nicht gestört werden darf oder sie uns hineinwinkt, wenn sie uns braucht. Früher verfügten wir über keinen Personalraum. Die im Pfarrheim dazugewonnenen Räumlichkeiten sorgen für eine weitere Professionalität.

Die gelbe Gruppe gewann durch einen Durchbruch zu einem ehemaligen Raum der Pfarre an Räumlichkeiten. Zudem können wir an vier Tagen der Woche den Pfarrsaal als Multifunktionsraum nutzen. Die oberen Räume sind mit einem Laubengang verbunden, somit haben alle Räume direkten Zugang zum Außengelände. Der Laubengang verfügt über einen breiten Terassenbereich, indem die Kinder der gelben Gruppe mit Tisch und Stühlen im Sommer draußen sitzen und spielen können. Durch diese Vergrößerungen haben wir in Zukunft vielseitige Nutzungsmöglichkeiten dazu gewonnen, die auch für unsere Qualifikation als Familienzentrum von zentraler Bedeutung sind.

Durch hellere Wände, neue Böden und neue Verglasung der Fenster wirkt die Einrichtung hell, freundlich und einladend. Einzug der nun neuen Einrichtung war im Sommer 2021. Wir als Team waren froh, endlich nach einem Jahr Trennung vereint arbeiten zu können und die Widrigkeiten des letzen Jahres hinter uns zu lassen.

Wir blicken positiv in die Zukunft, obwohl noch so einiges am Umbau gerichtet werden muss und freuen uns auf die neuen Möglichkeiten, die wir für die Zusammenarbeit mit Gemeinde, Eltern und Kindern gewonnen haben.

Text: Jenny Freter

 

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