Wie Mehl und Wasser zur Hostie werden

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Zur ersten heiligen Kommunion dürfen Katholiken erstmals eine gesegnete Hostie zu sich nehmen. Unseren Kommunionkindern haben wir erklärt, was Eucharistie feiern heißt: Gott Vater "Danke" zu sagen und sich an ihn zu erinnern. 

 Aber woraus besteht eigentlich so eine Hostie und wie wird sie hergestellt? Eine Hostie besteht aus reinem Weizenmehl und Leitungswasser. "Die beiden Zutaten landen im Verhältnis von 25 Kilo Mehl und 30 Liter Wasser in einem großen Bottich, ein Strudel vermengt sie zu einem glatten Teig", so Thomas Held von der Hostienbäckerei in Kevelaer.
 
Die Hostienplatte wird bei 185°C zwei Minuten gebacken. Anschließend muss diese für mehrere Stunden in einem Feuchtraum im senkrechtem Zustand auskühlen. Erst dann werden die einzelnen Hostien ausgestanzt und trocken gelagert. Hostien sind bis zu 23 Zentimeter im Durchmesser groß – so wie der Papst sie auch nutzt. 
 
In Deutschland gibt es (Stand 2018) nur etwa 40 Hostienbäckereien, 35 davon sind in klösterlicher Hand. Thomas Held zeigt seinen Besuchern in der Bäckerei nicht nur, wie er die acht bis zehn Millionen Hostien jährlich produziert, sondern erzählt auch anschaulich die Geschichte rund um die Hostie. Denn Gläubige brachten normales Brot mit zur Feier des letzten Abendmahls. Zu der Zeit üblich war ein rundliches Brot mit einer Kreuzkerbe um dieses besser teilen zu können. 
 
Den Hostienbruch kann man im übrigen als Knabbertüte bei Thomas Held kaufen und ggf. damit schon einmal für den großen Tag üben. 
 
Pia Kronsbein

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