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Maria Frieden Rat

Weihe

Das Sakrament der Weihe/Ordination (sacramentum ordinis, lat. „Aufnahme in den jeweiligen ordo = Stand“) umfasst drei geordnete Stufen: den Diakonat (Diakonweihe), den Presbyterat (Priesterweihe) und den Episkopat (Bischofsweihe), wobei nur in letzterem als höchster Weihestufe die Fülle des Sakraments vereint ist. Der Empfang der Weihe führt zur Aufnahme in den Klerus und zur Inkardination in eine Diözese oder Ordensgemeinschaft. Der Geweihte erhält Sendung und Vollmacht, in seinem jeweiligen „ordo“ im Namen Christi für die Kirche zu handeln.

So verstanden wird das Weihesakrament daher von Christus selbst durch einen Bischof gespendet. Aufgrund des gemeinsamen Ursprungs des Weihesakraments in der Alten Kirche und der daraus folgenden Apostolischen Sukzession werden die Weihen von vielen Konfessionen wechselseitig anerkannt und gelten in fast allen Kirchen als Sakrament.

Eine Weihe ist dann gültig und als Sakrament vollzogen, wenn alle dazu notwendigen Voraussetzungen gegeben sind:

  • Der spendende Bischof muss in apostolischer Sukzession stehend von Christus mit dem Auftrag ausgestattet sein, das Sakrament zu spenden.
  • Der Empfänger muss getauft und männlich sein (manche Kirchen sehen jedoch auch die Weihe einer Frau als gültig an).
  • Ferner muss der Empfänger von der Kirche in dieses Amt berufen und dazu geeignet sein.

Das eine Weihesakrament baut in sich entfaltenden drei Stufen (ordines) aufeinander auf:

  • Diakonat (Diakonweihe, ordo diaconorum) – die Hauptaufgaben des Diakons sind im diakonischen und seelsorglichen Dienst, der Verkündigung des Evangeliums und der Feier des Gottesdienstes.
  • Presbyterat (Priesterweihe, ordo presbyterorum) – der Priester übernimmt als Mitarbeiter des Bischofs die Leitung von Gemeinden und die Spendung der Sakramente (mit Ausnahme der Weihe).
  • Episkopat (Bischofsweihe, ordo episcoporum) – die Bischöfe sind als Nachfolger der Apostel für die Leitung der Kirche verantwortlich. In der dritten und höchste Weihestufe vereint sich die Fülle des Weihesakraments.

Die Bischofs- und Priesterweihe verleihen die Sendung und die Vollmacht, in der Person Christi zu handeln. Die Diakonweihe „hingegen die Kraft, dem Volk Gottes in der Diakonie der Liturgie, des Wortes und der Liebe zu dienen“ (can. 1009 §3 CIC).

Durch die Weihe wird der Kandidat in den jeweiligen Ordo der Kirche (Ordo episcoporum, Ordo presbyterorum und Ordo diaconorum) aufgenommen.


Text: Anja Künzel; Foto: bph

Maria Frieden
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