Liturgische Geräte

 

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Custodia
(St. Clemens)
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Hostienschale
(St. Bonifatius)
MF SC Kelch Mit Hostienschale 300x448px
Kelch mit Hostienschale
(St. Clemens)
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Monstranz
(St. Bonifatius)
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Weihrauchfass
(St. Bonifatius)
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Wein-/Wasser-Tablett
(St. Clemens)
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Weihwasser Aspergill
(St. Bonifatius)
MF SC Pyxis 300x448
Pyxis
(St. Clemens)
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Reliquiar
(St. Clemens)
MF SC Weihrauchfass 300x448
Weihrauchfass
(St. Clemens)
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Großes Ziborium
(St. Clemens)
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Sakristeiglocke
(St. Clemens)

 

Alle Geräte, die beim Gottesdienst benötigt werden, gehören in die Gruppe der liturgischen Geräte. Im besonderen gehören dazu die Gefäße, die beim Gottesdienst für die Eucharistiefeier benötigt werden. In der Regel sind es Gefäße aus Edelmetallen oder anderen kostbaren Materialien. In der früheren Zeit waren diese Gefäße und Geräte aufwendig verziert und graviert. Heute sehen wir schon häufig schlicht gestaltete Gefäße.

Zu den Gefäßen für die Eucharistiefeier gehören:

  • Kelch
  • Patene (Hostienteller)
  • Ziborium (Hostienschale oder Speisekelch)
  • Messkännchen für Wein und Wasser mit Tablett

Der heutige Kelch ähnelt mehr einem Becher, in der früheren Zeit wurde er aus Kelchschale, -fuß und -knauf hergestellt. Ebenso die Hostienschale, die oft auch einen Deckel hat. Messkännchen für Wein und Wasser wurden früher ebenfalls aus einem Edelmetall hergestellt, heute benutzt man häufig Glaskännchen. Das Tablett dient zur Händewaschung bei der Eucharistiefeier.

Geräte für die Eucharistefeier:

  • Sakristeiglocke
  • Altarschellen
  • Evangeliumsleuchter
  • Vortragekreuz
  • Weihrauchfass
  • Weihrauchschiffchen mit Weihrauch
  • Aspergill
  • Weihwassereimer

Die Sakristeiglocke hängt am Übergang zwischen Sakristei und Kirche und wird von einem Ministranten geläutet, wenn die Ministranten mit dem Priester in die Kirche einziehen. Somit ist sie das Zeichen für die Gottesdienstbesucher, sich von den Plätzen zu erheben. Beim Einzug in die Kirche gehen Ministranten mit Vortragekreuz, Weihrauch und Evangeliumsleuchter vor dem Priester. Die Evangeliumsleuchter begleiten den Priester oder Diakon mit dem Evangeliumsbuch in einer kleinen Prozession vom Altar zum Ambo (Lesepult) und stehen während der Verkündigung des Evangeliums neben dem Ambo.

Der Weihrauch im Weihrauchfass ist ein Zeichen der Verehrung und der Anbetung. Das Weihrauchfass wird an verschiedenen Stellen während der Eucharistiefeier genutzt. Zu Beginn der Eucharistiefeier beweihräuchert der Priester den Altar und bittet damit Gott, dass er unser Opfer annehme. Bei der Wandlung werden Brot und Wein beweihräuchert mit der Bedeutung: Das ist der geliebte Sohn, der Gott wohlgefällt.

Die Altarschellen werden in der Eucharistiefeier von den Ministranten vor den Wandlungsworten und zum Erheben von Brot und Wein geläutet.

Weihwassereimer und Aspergill werden für Segnungen und Weihen benötigt. Mit dem Aspergill (lat. aspergere - bespritzen) besprengt der Priester die zu segnenden oder weihenden Gegenstände (z.B. Palmzweige, Eheringe, Kräutersträuße zu Maria Himmelfahrt).

Weitere häufig genutzte Geräte:

  • Monstranz mit Lunula (mondsichelförmige Halterung f. d. konsekrierte Hostie) und Custodia (Aufbewahrungshäuschen, lat.: custodiere – bewachen, für die konsekrierte Hostie)
  • Gefäße für die Hl. Öle
  • Pyxis (Dose für den Transport einer geweihten Hostie)
  • Tabernakel

Die Monstranz entstand etwa im 12./13. Jahrhundert, als sich eine besondere Form der eucharistischen Anbetung entwickelte. Sie ist ein kunstvoll gestaltetes Zeigegefäß (lat. monstrare - zeigen), in dem eine geweihte Hostie zur Verehrung dargestellt wird. Die geweihte Hostie wird dazu in einen kleinen Halter, genannt Lunula, eingefügt und in die Monstranz geschoben. Nach der Aussetzung wird die Hostie mit der Lunula in einem Gefäß, der Custodia, im Tabernakel verwahrt.

Der Tabernakel (lat. tabernaculum = Zelt) ist der Aufbewahrungsort für das übrig gebliebene eucharistische Brot. Es wird dort in einem Ziborium aufbewahrt für die nächste Feier oder z.B. für die Austeilung bei einer Krankenkommunion.

Bei der Krankenkommunion spendet der Priester oder ein Kommunionhelfer einem Kranken zu Hause oder im Krankenhaus die Hl. Kommunion. Er benutzt dazu die Pyxis. In ihr wird die geweihte Hostie zum Mitnehmen aufbewahrt.

Die Gefäße für die Hl. Öle sind kleine ebenfalls kunstvoll gestaltete Kännchen, welche die bei der sogenannten Chrisammesse vom Bischof geweihten Öle für die Krankensalbung, die Taufe und die Firmung enthalten.


Text und Fotos: Petra Grüttner

Maria Frieden
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